Die Prätemporale Ära

2 Mio Jahre v. Chr. bis 998.000 v. Chr.

Die Prätemporale Ära beschreibt eine Zeit, die vor den Ereignissen der Zeitschleife liegt und somit vor dem zuletzt ausgeführten Schlachtzug Neurotims. Sie liegt weiter zurück als eine Million Jahre. Über diese Phase des Äonenkrieges ist bisher nur wenig bekannt. Hinweise verdichten sich jedoch, dass der Konflikt zwischen Neurotim und Nebular bereits viel länger andauert als bislang vermutet.

Im Zentrumsbereich der Milchstraße und der Umgebung des massenreichsten Schwarzen Loches Sagittarius A finden sich noch Spuren aus dieser längst vergessenen Zeitperiode. Um ein zweites Schwarzes Loch, welches Sagittarius A im Abstand von drei Lichtjahren begleitet, bewegen sich sieben Riesensterne. Diese Gruppe wird kurz als IRS 13 bezeichnet. Die heißen Sonnen umlaufen das Schwarze Loch auf teilweise skurrilen Orbitalbahnen. Eine der Sonnen erhält den Namen »Blinker«. Blinker besitzt keine Planeten, wird aber von einer bis dato unbekannten Megastruktur ringförmig umgeben. 

Zwei Ursachen kommen für das Fehlen von Trabanten in Frage. Entweder verwertete eine mysteriöse Spezies, die man auch als das Zentrumsvolk bezeichnet, alle Welten für den Bau der Megastruktur, oder das nahe Schwarze Loch entriss dem Stern alle Planeten und sog sie in seinen Schlund. Übrig blieb eine geheimnisvolle Ringwelt, die aus unzähligen Modulen zusammengesetzt ist, jedes etwa 500 Kilometer groß, quaderförmig, mit einer konkaven Fläche, die dem Zentralstern zugewandt ist. Diese Blöcke besitzen einen Koppelmechanismen und die Verbindungen erscheinen zu einem gewissen Grad flexibel. Ein starres Gebilde könnte vermutlich nicht dauerhaft im Orbit existieren. Für den Aufbau einer solchen Konstruktion benötigt man Hunderttausende Jahre, vermutlich länger. Ein Vergleich mit den bekannten Äonenprojekten ist daher angebracht.

Zur aktuellen Handlungszeit wird beobachtet, wie die Hoorer ihr Temporalnest hinter dem Ereignishorizont von Sagittarius A errichten und Module der Megastruktur um IRS 13 abkoppeln, um sie hinter dem Ereignishorizont zu bewegen und dort zu verankern. Der Grund dafür ist noch ungeklärt. Temporalnest, Hoorer, Megastrukturen: Der zielgerichtete, offenbar vertraute Umgang der Hoorer mit den Artefakten der Ringwelt lässt darauf schließen, dass dieses Relikt auf einer Technologie basiert, die den Angreifern zumindest bekannt ist.

Die enorme Größe des Objekts rückt es in die Kategorie der Äonenprojekte. Das geschätzte Alter der Struktur und verschiedene galaktische Mythen weisen als Urheber auf eine Zivilisation hin, die mangels besserem Wissen als »Zentrumsvolk« bezeichnet wird. Ein Zusammenhang ist jedoch nicht so einfach herzustellen, dafür bedarf es weiterer Recherchen und Forschung. Eine Theorie lautet, dass die unbekannte Spezies möglicherweise im Auftrag Neurotims in der Milchstraße tätig war. Der Ring könnte somit ein Element oder Projekt der Prätemporalen Ära darstellen, dessen Funktion und Zweck noch ungeklärt ist.